Fraunhofer IIS, Erlangen - Neubau

Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen
Bauabschnitt 1 und 2

1. Bauabschnitt:
Die gewählte Doppelkammlösung entspricht der fraktalen Arbeitsorganisation des Institutes. Die 6 Zähne der beiden Kämme beherbergen zunächst jeweils 1 Abteilung, überschneiden sich aber in der Mittelzone der Anlage und beinhalten hier die Überhangsflächen der einzelnen Abteilungen.
Damit ist gewährleistet, daß sich je nach Arbeitsanfall einzelne Abteilungen oder Arbeitsgruppen innerhalb der Gebäudestruktur ausdehnen oder verkleinern können.
Eine Differenzierung der Geschoßhöhe in "Laborzone" und Bürozone kommt bei diesem Institut nicht in Frage, da die Übergänge fließend sind.
Glasstreifen schützen als äußere, feststehende Verglasungsebene die dahinterliegenden Oberlichter, die so in Sommernächten geöffnet bleiben können und für die Auskühlung der Speichermassen (Decken, Böden, z. T. Stahlbetonwände) sorgen.

2. Bauabschnitt
Das Entwurfskonzept des ersten Bauabschnitts erlaubt eine konsequente Erweiterung entlang der begonnenen Strukturen: Der Haupteingang mit seinen zentralen Bereichen bleibt am östlichen Kopf des ersten Bauabschnitts, entlang der fortgesetzten, sich aufweitenden Magistralen werden vier weitere Zähne ergänzt.
Ebenso übernimmt die Fassadenausbildung des zweiten Bauabschnitts formale Elemente aus dem ersten Bauabschnitt, wie die Attikaausbildung und die horizontale Gliederung.
Die zu planenden Sondernutzungen wie Kino, Schall-Labor und die dazugehörigen Regie- und Nutzräume werden, wie im ersten Bauabschnitt, folgerichtig in die Mittelzone integriert und bilden somit den Abschluß des baukörperlichen Gefüges.