Altenheim Schongau, Erweiterung/ Umbau

Während die Wettbewerbslösung noch von einem Abbruch des Nordflügels der alten Klosteranlage ausging, mußte diese Konzeption aufgrund eines Einspruchs des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege aufgegeben. werden.

Die Dominanz der bestehenden Klosteranlage bleibt nunmehr durch die Verkleinerung und Höhenreduzierung der Neubauteile sowie die dagegenstehende, wieder vergrößerte Baumasse des Altbaues erhalten. Der Haupteingang liegt auch nach der Umplanung folgerichtig zwischen neuem und altem Teil. Im Zuge dieser Überarbeitung konnte auch die Maßstäblichkeit der zwischen Neubau und Stadtmauer liegenden Höfe verbessert werden. Die Erhaltung des Altbau-Nordflügels, damit die Verlängerung der Firstlinie des Klosterteiles, führt zu einer wesentlichen Verbesserung der Stadt-Silhouette.

Gestalterisches Kernstück des neuen Altenheims ist neben dem Charme des renovierten ehemaligen Klosterteiles die aufgeglaste Mittelzone des Neubaues. Über das Glasdach wird das natürliche Licht bis in die Flurzone des Erdgeschosses geführt. Die zwischen den kleinen Lichthöfen liegenden Flächen werden als Aufenthalts- und Begegnungsflächen "vor der Haustüre" angeboten.

In den Obergeschossen liegen die Wohn- und Pflegebereiche mit insgesamt 113 Plätzen, im Erdgeschoß die Gemeinschaftsräume und die Verwaltung.

Die Stadtmauer wurde im Bereich des Altenheimes saniert und begehbar gemacht.